Forensic Evidence

Die Objektivierung strategischer Entscheidungsarchitektur.

I. DER ANSATZ: STRUKTURELLE REKONSTRUKTION

BPFS® bewertet keine Persönlichkeit. Es analysiert Entscheidungsarchitektur. Die BPFS®-Forensik basiert auf einer systemischen Rekonstruktion, bei der nicht der narrative Inhalt, sondern die strukturelle Kohärenz der Handlungslogik isoliert wird. Wir verlassen uns nicht auf Erzählungen, sondern extrahieren codierte Verhaltensvariablen, die als prozedurale Rückstände realer Entscheidungen fungieren. Diese Variablen werden anhand eines standardisierten, mehrstufigen Codierungssystems dokumentiert und in eine strukturierte Evidenzmatrix überführt.

Die Codierung erfolgt entlang definierter Bewertungsdimensionen mit klaren Schwellenwerten, die gegen eine proprietäre historische Board- und C-Level-Bewegungen kalibriert sind.

II. DIE EBENEN DER DATEN-EXTRAKTION

Ein Forensic Verdict setzt die Cross-Context-Validation von drei voneinander unabhängigen Datenströmen voraus:

  1. Behavioral Signal Extraction (Variablen-Isolierung) Wir dekonstruieren komplexe Entscheidungssituationen und isolieren spezifische Faktoren, die nicht dauerhaft strategisch reproduzierbar sind. Die Variablen werden in einer Evidenzmatrix aggregiert:

    • Kausale Argumentationstiefe: Quantifizierung der simultan gewichteten Variablen innerhalb einer Problemlösung.

    • Attributions-Muster: Analyse der Ursachenzuschreibung (systemisch vs. externalisierend) unter Komplexitätsdruck.

    • Variablenkette: Identifikation von Brüchen in der logischen Herleitung zwischen Analyse und Aktion.

  1. Yield Point Analysis (Belastungsgrenze) Der Yield Point markiert den Punkt, an dem die Entscheidungslogik in reaktive Muster kippt. Er wird durch konsistent dokumentierte Inkonsistenzen in der Variablenkette bei steigender Komplexität identifiziert. Dies ermöglicht die Bestimmung der kognitiven Belastungsgrenze jenseits sozialer Maskierung.

  2. Codified Pattern Structuring (Replikation) Alle identifizierten Signale sind intersubjektiv nachvollziehbar dokumentiert. Ein Muster gilt erst dann als belegt, wenn es in mindestens zwei unabhängigen Kontexten replizierbar ist. Dies sichert die Reproduzierbarkeit der Analyse unabhängig vom narrativen Kontext des Kandidaten.

III. STRUKTURELLE DIFFERENZIERUNG

Die Forensik demaskiert die Diskrepanz zwischen rhetorischer Kohärenz (Benehmen) und operativer Substanz (Verhalten). Wir isolieren das prädiktive Signal vom deskriptiven Rauschen:

  • Logische Architektur:

    • Rhetorische Maske: Lineare Ursache-Wirkung-Ketten.

    • Forensische Substanz: Vernetzte Mustererkennung.

  • Attribution:

    • Rhetorische Maske: Fokus auf operative Narrative und "Hero-Stories".

    • Forensische Substanz: Analyse systemischer Interdependenzen.

  • Entscheidungslogik:

    • Rhetorische Maske: Reduktion auf bekannte Heuristiken und Floskeln.

    • Forensische Substanz: Erhalt der Komplexitäts-Kapazität unter Last.

  • Evidenz-Status:

    • Rhetorische Maske: Deskriptives Rauschen (Noise).

    • Forensische Substanz: Prädiktives Signal (Data).

IV. DAS FORENSIC DOSSIER: EVIDENZLOGIK DER BESETZUNG

Das Ergebnis der Analyse ist ein Evidenz-Protokoll. Es fungiert als technische Due Diligence für die Besetzung von Schlüsselpositionen und bietet eine belastbare Dokumentation für Aufsichtsrat, Investoren und Board:

  • Inkonsistenz-Profil: Dokumentation struktureller Brüche in der Handlungslogik (Logic Leaks).

  • Blooming-Potential: Identifikation von Mustern, die in der spezifischen Unternehmensphase wertsteigernd wirken.

  • Failure-Signale: Frühindikatoren für systemische Destabilisierung (Behavioral Liability).

V. DER VALIDIERUNGS-STANDARD: SIGNAL-DICHTE STATT BAUCHGEFÜHL

Die Sicherheit unseres Votums basiert auf der Evidenz-Dichte der identifizierten Muster. Wir bewerten nicht, was ein Kandidat uns narrativ präsentiert, sondern was er strukturell durch seine Handlungslogik beweist.

  • Hohe Signal-Dichte: Die Handlungslogik ist über mehrere unabhängige Kontexte hinweg konsistent, transparent und belastbar. Dies ermöglicht eine prädiktive Prognose mit maximalem Sicherheitsgrad.

  • Niedrige Signal-Dichte (Vakuum-Risiko): Sollte ein Kandidat seine prozedurale Logik hinter rhetorischen Masken oder politischer Taktik verbergen, wird dies als transparenz-defizitäres Risiko gewertet. Ein Mangel an greifbarer Entscheidungsarchitektur führt zwangsläufig zur Abwertung der Passgenauigkeit.

Ein positives Votum der AM Academy Group wird erst dann erteilt, wenn die interne Konsistenz der Beweiskette strukturell belastbar dokumentiert ist. Damit eliminieren wir das Risiko, politische Brillanz mit echter strategischer Souveränität zu verwechseln. Wir schützen den Boardroom vor dem kostspieligsten Fehler der Personalauswahl: der Investition in ein rhetorisches Spiegelbild ohne strukturelle Belastbarkeit.